Unterschiede kantonale Maturitätsprüfung
Schweizerische Maturität vs. Kantonale Maturität
| Schweizerische Maturität | Kantonale Maturität | |
|---|---|---|
| Prüfungsvorbereitung | an privaten, vom Bund anerkannten Maturitätsschulen oder im Selbststudium | an öffentlichen Gymnasien bzw. Kantonsschulen |
| Dauer (Kurzzeit) | 3-5 Jahre | generell 4 Jahre |
| Struktur | flexibel, schulabhängig | kantonal geregelt |
| Fächer | Strikte Vorgaben des Bundes bzgl. Fächer und Rahmenlehrplan, organisatorische Freiheiten der vorbereitenden Schulen mit Mindestvorgaben | kantonal geregelt, strengere Vorgaben bezüglich Stundenanzahl |
| Prüfungsabnahme | Extern: Prüfung wird durch die Schweizerische Maturitätskommission angeboten und vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation organisiert. |
Intern: Prüfung wird von der Kantonsschule selber organisiert, Zeugnisse werden durch eine Kantonale Aufsicht geprüft und validiert |
| Zählen Vornoten? | nein | ja, Gewichtung kantonal geregelt |
| Kosten | privat | öffentliche Hand |
| Anerkennung | Zulassung an alle universitären Hochschulen und Fachhochschulen | Zulassung an alle universitären Hochschulen und Fachhochschulen |
| Wiederholen bei Nichtbestehen | Es müssen nur ungenügende Fächer wiederholt werden. | Es müssen nur ungenügende Fächer wiederholt werden. |
Vergleich ausländisches Abitur
Schweizerische Maturität vs. deutsches Abitur
Das SBW EuregioGymnasium bietet für Nicht-Schweizerinnen und Nicht-Schweizer die Möglichkeit, die eidgenössische Maturität zu absolvieren, die freien Zugang zum Schweizer Hochschulsystem ermöglicht. Abiturientinnen und Abiturienten können sich im Rahmen dieses Angebots in zwei Semestern auf den Schweizer Hochschulabschluss vorbereiten. Die bestandene Maturitätsprüfung verschafft unbeschränkten Zugang zu allen Schweizer Universitäten und Fachhochschulen.
Die Unterschiede zwischen der Schweizer Matura und dem deutschen Abitur liegen vor allem in der Fächerwahl, der strengeren Selektion, der umgekehrten Notenskala und teilweise in den Zulassungsbedingungen an Schweizer Universitäten wie der HSG oder der ETH. Im Gegensatz zum deutschen Abitur kann bei der Matura kein Fach abgewählt werden, auch wenn Wahlmöglichkeiten bei Schwerpunkt- und Ergänzungsfächern bestehen. Die Maturaquote liegt bei etwa 22 % und ist damit deutlich niedriger als in Deutschland. Ausserdem entspricht die Note 6 der Bestnote, während die Note 4 als genügend gilt, also als bestanden. Verschiedene Universitäten wie die HSG begrenzen die Zahl ausländischer Studierender und verlangen teilweise anspruchsvolle Eignungsprüfungen. Ausländische Bewerbende mit Schweizer Matura sind von diesen Aufnahmeverfahren befreit und haben automatisch Anspruch auf einen Studienplatz (Ausnahme NC bei Medizin).